{"id":47,"date":"2019-01-06T01:31:10","date_gmt":"2019-01-06T01:31:10","guid":{"rendered":"http:\/\/abbeverein.de\/?page_id=47"},"modified":"2019-02-10T19:36:50","modified_gmt":"2019-02-10T18:36:50","slug":"lebenslauf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/abbeverein.de\/?page_id=47","title":{"rendered":"Lebenslauf"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>1840<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>23. Januar<\/em>: Ernst Abbe wird als Sohn der Elisabetha Christina Abbe, geb. Barchfeld und des Spinnereiarbeiters Georg Adam Abbe in Eisenach geboren. Eisenach geh\u00f6rt zum Gro\u00dfherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1846 -1854<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er besucht die B\u00fcrgerschule (Volksschule) in Eisenach.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1850 &#8211; 1857<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Besuch des Realgymnasiums Eisenach.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1857<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>M\u00e4rz<\/em>: Abbe erh\u00e4lt als erster Sch\u00fcler des Eisenacher Realgymnasiums nach erfolgreichen Abiturpr\u00fcfungen das \u201eZeugnis der Reife zum Abgang auf die Universit\u00e4t\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1857<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>April:<\/em> Abbe beginnt das Studium der Mathematik, Physik und Philosophie an der Universit\u00e4t Jena.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vier Erhalterstaaten der th\u00fcringischen Universit\u00e4t sind das Gro\u00dfherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und die Herzogt\u00fcmer Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha und Sachsen-Meiningen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe ist auf finanzielle Entlastungen (\u201eFreitisch\u201c, Entfall von Vorlesungsgeb\u00fchren) auf Grund eines Armutszeugnisses angewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorlesungen unter anderem bei Karl Snell, Herrmann Schaeffer, Kuno Fischer.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1857<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>14. Juli:<\/em> Abbes Mutter stirbt im Alter von 48 Jahren an Tbc.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1857 &#8211; 1858<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abbe bearbeitet eine von der philosophischen Fakult\u00e4t gestellte physikalische Preisaufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1858<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>19. Juni:<\/em> F\u00fcr die L\u00f6sung der Preisaufgabe erh\u00e4lt Abbe den 1. Preis.<\/p>\n\n\n\n<p>Besondere Hervorhebung seiner Leistung im Bericht des Universit\u00e4tskurators Seebeck an die Erhalterstaaten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1857 &#8211; 1859<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abbe h\u00e4lt vier Vortr\u00e4ge in der \u201eMathematischen Gesellschaft\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1859 &#8211; 1861<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fortsetzung des Studiums an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1859<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Juli:<\/em> Abbe schlie\u00dft einen engen Freundschaftsbund mit Harald Sch\u00fctz, der in G\u00f6ttingen Mathematik studiert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>11. November<\/em>: Abbes Vater heiratet zum 2. Mal \u2013 die Witwe Eva Margarethe Liebetrau, geb. Lindemann.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1861<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>23. M\u00e4rz:<\/em> Promotion in G\u00f6ttingen zum Dr. phil..<\/p>\n\n\n\n<p>Sommersemester: Als Assistent an der Universit\u00e4tssternwarte befasst sich Abbe mit experimentellen physikalischen und astronomischen Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u200b<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1861 &#8211; 1862<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Arbeit als Dozent im Physikalischen Verein von Frankfurt am Main.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1862<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Herbst:<\/em> Abbe beginnt mit der Arbeit an seiner Habilitationsschrift.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1863<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>18. April:<\/em> \u00dcbersiedlung nach Jena.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe wohnt in der Saalgasse bei Fleischermeister Donat.<\/p>\n\n\n\n<p>Finanzielle Unterst\u00fctzung durch die Stiftung des Frankfurter Privatgelehrten Michael Reiss.<\/p>\n\n\n\n<p><em>8. und 10. August:<\/em> Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten f\u00fcr Mathematik und Physik.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1864<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einrichtung eines unentgeltlichen physikalischen Praktikums im Zusammenhang mit seiner Vorlesung \u00fcber physikalische Messinstrumente.<\/p>\n\n\n\n<p>1865<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Antrag der philosophischen Fakult\u00e4t und des Kurators der Universit\u00e4t erh\u00e4lt Abbe eine staatliche finanzielle Unterst\u00fctzung, die j\u00e4hrlich neu zu beantragen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1866<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>3. Juli:<\/em> Abbe beginnt, neben seiner akademischen T\u00e4tigkeit in der Optischen Werkst\u00e4tte von Carl Zeiss mitzuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1869<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beginn umfangreicher Rechenarbeitenarbeiten f\u00fcr neue Immersionsobjektive.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe entwickelt neue Ans\u00e4tze f\u00fcr das physikalische Verst\u00e4ndnis der optischen Abbildung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1870<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>5. Mai:<\/em> Ernennung zum au\u00dferordentlichen Professor.<\/p>\n\n\n\n<p>Erste Ver\u00f6ffentlichung als Professor \u00fcber einen neuen Spektralapparat am Mikroskop<\/p>\n\n\n\n<p>Juni: Verlobung mit Elise Snell. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1871<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ver\u00f6ffentlichung der Abhandlung \u201e\u00dcber die Bestimmung der Lichtst\u00e4rke optischer Instrumente\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><em>24. September:<\/em> Eheschlie\u00dfung mit Elise Snell.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe zieht in das Haus seines Schwiegervaters in der Neugasse.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1871 &#8211; 1872<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abbe erarbeitet mit Zei\u00df die Grundlagen f\u00fcr den wissenschaftlichen Mikroskopbau.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1872<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>18. November:<\/em> Geburt von Abbes Tochter Margarete.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1873<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ver\u00f6ffentlichung der zusammengefassten Resultate von Abbes jahrelangen theoretischen und experimentellen Arbeiten zur Neubegr\u00fcndung der Mikroskoptheorie in der Abhandlung \u201eBeitr\u00e4ge zur Theorie des Mikroskops und der mikroskopischen Wahrnehmung\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe erh\u00e4lt ein festes Gehalt von der Universit\u00e4t, das auf Antrag des Kurators Seebeck j\u00e4hrlich erh\u00f6ht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1874<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>30. April:<\/em> Abbes Tochter Paula wird geboren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>18. August:<\/em> Vater Georg Adam Abbe stirbt in Eisenach.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1875<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Januar:<\/em> Die gesamte Familie Abbe erkrankt heftig an Typhus.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mai:<\/em> Auf \u00e4rztliches Anraten beziehen sie eine andere Wohnung im \u201eSchwarzschen Haus\u201c im F\u00fcrstengraben 25.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1876<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>2. Juli:<\/em> Vertragsabschluss Abbes mit Carl Zei\u00df \u00fcber die stille Teilhaberschaft an der Optischen Werkst\u00e4tte, r\u00fcckwirkend ab <em>15. Mai 1875<\/em>. Besuch der internationalen Ausstellung wissenschaftlicher Ger\u00e4te in London im Auftrag des preu\u00dfischen Kultusministeriums.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1877<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Tod des langj\u00e4hrigen Direktors der Universit\u00e4tssternwarte Heinrich Schr\u00f6n bef\u00fcrwortet Abbe in einem Gutachten den Erhalt der alten Sternwarte von 1812.<\/p>\n\n\n\n<p>August: Abbe wird zum Direktor der Sternwarte im Schillerg\u00e4sschen ernannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Er plant und leitet die erforderlichen Umbauarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dienstwohnung und Garten l\u00e4sst er auf eigene Kosten instand setzen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1878<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mai:<\/em> Familie Abbe zieht in die Dienstwohnung in dem ehemaligen Gartenhaus Schillers.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1878<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einf\u00fchrung der Mikroskopobjektive mit homogener Immersion.<\/p>\n\n\n\n<p><em>1. Mai:<\/em> Abbe wird Ehrenmitglied der Royal Microscopical Society in London.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der vertraglichen Verpflichtungen als Teilhaber an der Optischen Werkst\u00e4tte schl\u00e4gt er eine Berufung an die Berliner Universit\u00e4t aus.<\/p>\n\n\n\n<p><em>25. Juli:<\/em> Berufung zum au\u00dferordentlichen Honorarprofessor an die Jenaer Universit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1879<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erster Kontakt mit Otto Schott.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1880 &#8211; 1881<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Auftrag der Weimarer Regierung erarbeitet Abbe die Konzeption und eine Kostenkalkulation f\u00fcr den Bau des Physikalischen Instituts der Universit\u00e4t Jena in der Neugasse.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1881<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Januar:<\/em> Erste pers\u00f6nliche Begegnung Abbes mit Schott im Schillerhaus. Beginn der Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1882<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Schotts Glasversuche wird ein privates glastechnisches Laboratorium in der Weimar-Geraer Bahnhofstra\u00dfe (heute Westbahnhofstra\u00dfe) mit Mitteln von Abbe, Carl und Roderich Zeiss eingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Robert Koch ver\u00f6ffentlicht die Ergebnisse seiner Untersuchungen \u00fcber die Ursache der Tuberkulose. Die neuen leistungsf\u00e4higen Mikroskope werden f\u00fcr die Untersuchungen eingesetzt. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1883<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Oktober:<\/em> Vertragsabschluss \u00fcber f\u00fcnf Jahre zwischen Abbe, Schott, Carl und Roderich Zei\u00df \u00fcber Errichtung und Betreiben einer Glastechnischen Versuchsanstalt, der die offene Handelsgesellschaft Schott &amp; Genossen folgen soll, sobald ein existenz- und konkurrenzf\u00e4higer Gesch\u00e4ftsbetrieb absehbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p><em>10. November:<\/em> Abbe wird Ehrendoktor der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Halle-Wittenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1884<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Januar:<\/em> Die Glastechnische Versuchsanstalt wird auf einem Feld zwischen Jena und Lichtenhain Versuchsanstalt gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Mai: Gemeinsam mit Haeckels Zoologischem Institut wird das Physikalische Institut in der Neugasse er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>September:<\/em> Feierliche Er\u00f6ffnung der Glash\u00fctte mit Anbrennen des Ofens.<\/p>\n\n\n\n<p>Erste Apochromate mit Linsen aus nat\u00fcrlichen Flussspatkristallen gefertigt mit deutlich verbesserter Korrektion der sph\u00e4rischen und chromatischen Abweichungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe wird Mitglied des neu gegr\u00fcndeten Freisinnigen Vereins in Jena.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1885<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>M\u00e4rz:<\/em> Abbe fasst den Entschluss, offener Gesellschafter der Firma Schott &amp; Genossen zu werden und verzichtet ab sofort auf sein Gehalt als au\u00dferordentlicher Professor und Direktor der Universit\u00e4tssternwarte, da er es f\u00fcr unvereinbar mit seiner neuen Stellung in der Industrie h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf seine Bitte steht das Gehalt f\u00fcr die Leitung der Sternwarte weiter f\u00fcr die Bezahlung eines Assistenten zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Siegfried Czapski beginnt seine Arbeit als Privatassistent Abbes und gleichzeitig als wissenschaftlicher Optiker in der Werkst\u00e4tte Carl Bamberg in Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1886<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>8. April:<\/em> Czapski schlie\u00dft einen offiziellen Arbeitsvertrag mit der Firma Zeiss ab.<\/p>\n\n\n\n<p><em>August:<\/em> Neue Mikroskopobjektive und \u2013okulare aus Spezialgl\u00e4sern des Glastechnischen Laboratoriums.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe gr\u00fcndet den Ministerialfonds f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke zu Gunsten der Universit\u00e4t Jena.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbes Schwiegervater Carl Snell stirbt in Jena.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe beginnt selbst nach nat\u00fcrlichem Flussspat als Optikmaterial in den Schweizer Alpen zu suchen. Wichtigster Fundort: Oltscheren-Alp im Berner Oberland.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbe kauft ein neues Haus an der Leutra gegen\u00fcber dem neuen Zeiss-Werk (am heutigen Carl-Zei\u00df-Platz). Einzug der Familie.<\/p>\n\n\n\n<p>Paul Rudolph tritt als Assistent Abbes in die Firma Zeiss ein und entwickelt sich zum \u201eOptikrechner\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1888<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>3. Dezember:<\/em> Carl Zei\u00df stirbt in Jena. W\u00fcrdigung seiner Leistung und seines Lebens durch Abbe in einer Trauerrede. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1888 &#8211; 1889<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abbe l\u00e4sst auf eigene Kosten eine neue Universit\u00e4tssternwarte auf einem an den Schillergarten angrenzenden Grundst\u00fcck errichten. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1889<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>19. Mai:<\/em> Gr\u00fcndung der Carl-Zeiss-Stiftung Jena durch Abbe.<\/p>\n\n\n\n<p>Er l\u00e4sst sich von den regelm\u00e4\u00dfigen Lehrverpflichtungen an der Universit\u00e4t entbinden und schl\u00e4gt die Einrichtung eines au\u00dferordentlichen Lehrstuhls f\u00fcr Theoretische Physik vor. Felix Auerbach \u00fcbernimmt das Amt, von Abbe empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auseinandersetzungen mit Roderich Zei\u00df \u00fcber die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Alleiniger Leiter des Zeiss-Werkes nach ausscheiden von Roderich Zei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Otto Knopf wird Observator der Sternwarte, aber noch nicht offizieller Nachfolger Abbes.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1889 &#8211; 1896<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Arbeit am Statut der Carl-Zeiss-Stiftung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1890<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Universit\u00e4t und Regierung \u00fcbernehmen den Privatvertrag, den Abbe mit Knopf abgeschlossen privat mit ihm abgeschlossen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Otto Knopf wird damit formal offizieller Nachfolger Abbes.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1888 &#8211; 1890<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbergang zur Erweiterung des Produktspektrums der Firma Zeiss.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1891<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>30. Juni:<\/em> Bekanntmachung der \u00dcberf\u00fchrung des Zeisswerkes und Abbes Anteil des Schottwerkes in Stiftungsbetriebe an die Gesch\u00e4ftsangeh\u00f6rigen der Firma Zeiss.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit R\u00fcckwirkung vom 1. Oktober 1890 ist die Stiftung alleinige Inhaberin der Optischen Werkst\u00e4tte und 50prozentige Inhaberin des Glaswerkes. Abbe nimmt die Stelle eines Bevollm\u00e4chtigten und eines von drei Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern neben Czapski und Schott ein.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1894<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>15. M\u00e4rz:<\/em> Tochter Margarete Abbe heiratet den Gymnasiallehrer Otto Unrein, den sp\u00e4teren Direktor des Jenaer Lyzeums (heute Grete-Unrein-Schule).<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1893<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>11. Februar:<\/em> Abbe beurteilt die Habilitationsschrift \u00fcber ein Thema der Optik von Rudolph Straubel, der sich damit um die Zulassung als Privatdozent an der Jenaer Universit\u00e4t bewirbt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1995<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>6. Januar:<\/em> Erste Enkelin Abbes, Else Unrein, wird geboren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>15. Juni:<\/em> Tochter Paula heiratet den Arzt Theodor Wette und zieht mit ihm nach Weimar.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1896<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>7. Mai: <\/em>Enkelin Grete Wette wird geboren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>26. Juli\/ 16. August:<\/em> Verabschiedung des Statuts der Carl-Zeiss-Stiftung. Es ersetzt ab diesem Zeitpunkt die Stiftungsurkunde.<\/p>\n\n\n\n<p><em>12. Dezember:<\/em> Feier zum 50j\u00e4hrigen Bestehen der Optischen Werkst\u00e4tte. Abbe h\u00e4lt seine ber\u00fchmte Ged\u00e4chtnisrede, in der er die historische Entwicklung der Firma darstellt, die Verdienste von Carl und Roderich Zei\u00df w\u00fcrdigt und r\u00fcckblickend seine Motive f\u00fcr die Gr\u00fcndung der Stiftung erl\u00e4utert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>13. Dezember:<\/em> \u201eDoctor juris honoris causa\u201c wird Abbe durch die &nbsp;juristische Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Jena &nbsp;f\u00fcr seine Leistungen f\u00fcr den Aufbau der Stiftung und insbesondere f\u00fcr die Ausarbeitung des Statuts verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1897 &#8211; 1898<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Wintersemester h\u00e4lt Abbe seine letzte Vorlesung vor Wissenschaftlern der Universit\u00e4t und des Zeiss-Werkes.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1897<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>23. April: <\/em>Die Enkel Abbes, die S\u00f6hne Paulas Ernst und Hans Wette (Zwillinge), werden geboren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>26. April:<\/em> Der Enkel Karl Unrein, Sohn der Tochter Margarete, wird geboren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1899 -1903<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abbe unterst\u00fctzt \u00fcber die Carl-Zeiss-Stiftung die Einrichtung und den Ausbau von Instituten der Universit\u00e4t:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>das Institut f\u00fcr Angewandte Optik, die Anstalt f\u00fcr Technische Chemie, den Neubau des Physikalischen Instituts, das Institut f\u00fcr Technische Physik, das Institut f\u00fcr Mikroskopie, das Hygienische Institut, das Institut f\u00fcr Angewandte Mathematik.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1900<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einf\u00fchrung des Achtstunden-Arbeitstages in den Stiftungsbetrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eErg\u00e4nzungsstatut zum Statut der Carl-Zeiss-Stiftung\u201c mit n\u00e4heren Regelungen zur Verwendung der Stiftungsmittel f\u00fcr die allgemeinen Interessen der Universit\u00e4t \u00fcber die F\u00f6rderung der mathematisch-naturwissenschaftlichen F\u00e4cher hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p><em>11. April:<\/em> Enkelin K\u00e4te Unrein wird geboren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u200b<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1901<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abbe wird Ehrenmitglied der S\u00e4chsischen Akademie der Wissenschaften in Leipzig und der K\u00f6niglichen Gesellschaft der Wissenschaften in G\u00f6ttingen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>13. Februar:<\/em> Abbes Enkel Walter Wette wird geboren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>25. Februar:<\/em> Rudolph Straubel tritt als wissenschaftlicher Berater der Gesch\u00e4ftsleitung in die Firma Zeiss ein.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1901 &#8211; 1903<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bau des Volkshauses aus Mitteln der Stiftung. Abbe setzt sich f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Charakter des Hauses ein (z.B. Lesehalle und Bibliothek) und ist an den Planungsarbeiten beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1902<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das von Paul Rudolph entwickelte Photoobjektiv Tessar wird zum Patent angemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p>Neubau des Physikalischen Instituts am Landgrafen (mit Unterst\u00fctzung Abbes und der Carl-Zeiss-Stiftung entstanden).<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1903<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>1. April:<\/em> Abbe nimmt an seiner letzten langen Gesch\u00e4ftsleitungssitzung teil. Weil sich sein Gesundheitszustand immer mehr verschlechtert, l\u00e4sst er sich von seinen Funktionen entbinden. Sein Nachfolger in der Gesch\u00e4ftsleitung wird Rudolph Straubel.<\/p>\n\n\n\n<p><em>1. November:<\/em> Feierliche Einweihung des Volkshauses. Abbe kann wegen Erkrankung nicht daran teilnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u200b<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1905<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abbe wird zusammen mit Robert Koch f\u00fcr den Nobelpreis f\u00fcr Medizin nominiert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>14. Januar:<\/em> Nach schwerer Krankheit stirbt Ernst Abbe in Jena.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1840 23. Januar: Ernst Abbe wird als Sohn der Elisabetha Christina Abbe, geb. Barchfeld und des Spinnereiarbeiters Georg Adam Abbe in Eisenach geboren. Eisenach geh\u00f6rt zum Gro\u00dfherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. \u200b 1846 -1854 Er besucht die B\u00fcrgerschule (Volksschule) in Eisenach. \u200b 1850 &#8211; 1857 Besuch des Realgymnasiums Eisenach. \u200b 1857 M\u00e4rz: Abbe erh\u00e4lt als erster Sch\u00fcler des &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/abbeverein.de\/?page_id=47\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLebenslauf\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-47","page","type-page","status-publish","hentry","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/abbeverein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/47","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/abbeverein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/abbeverein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/abbeverein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/abbeverein.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/abbeverein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/47\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":264,"href":"https:\/\/abbeverein.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/47\/revisions\/264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/abbeverein.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}